Aave steht unter Liquiditätsdruck, da die Debatte über die USDC-Zinserhöhung schnellen Kapitalzufluss gegen steigendes Liquidationsrisiko für Kreditnehmer abwägt.
Der Druck auf die DeFi-Kreditmärkte hat sich nach dem KelpDAO-rsETH-Exploit verschärft. Liquiditätsengpässe sind nun im zentralen Ethereum-Pool von Aave sichtbar, wo die Auslastung ungewöhnlich hoch geblieben ist. Als Reaktion hat Circles Chefökonom eine deutliche Anpassung der USDC-Kreditzinsen vorgeschlagen. Es hat sich schnell eine Debatte darüber entwickelt, ob höhere Renditen das Ungleichgewicht beheben oder neue Risiken schaffen können.
KelpDAO-Exploit löst $30 Mrd. Aave-TVL-Rückgang und dringende Zinsdebatte aus
Ein Vorschlag von Circle-Ökonom Gordon Liao fordert eine deutliche Erhöhung der USDC-Zinsen auf Aave. Er argumentiert, dass die aktuellen Kreditkosten zu niedrig seien, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Laut seinem Beitrag steckt der USDC-Pool seit 4 aufeinanderfolgenden Tagen bei nahezu voller Auslastung fest.
Liao schlägt vor, den Parameter „Slope 2“ auf 40 % zu erhöhen, als ersten Schritt mit einem langfristigen Ziel von 50 %. Er empfiehlt außerdem, die optimalen Auslastungsniveaus zu senken. Diese Änderungen sollen frische Einlagen anziehen und den Druck auf den Pool verringern. Seine Ansicht ist klar: Die Preisgestaltung muss angepasst werden, um den Markt zu räumen.
Derzeit haben Kreditzinsen von nahezu 14 % keine neue Liquidität angezogen. Rückzahlungen werden fast im Verhältnis 1:1 von der Abhebungsnachfrage absorbiert. Diese Dynamik verhindert den Wiederaufbau nutzbarer Liquidität. Infolgedessen bleiben Kreditgeber in Warteschlangen stecken, während die Auslastung erhöht bleibt.
Der Stress im System rührt vom KelpDAO-Exploit mit rsETH her. Rund 292 Millionen Dollar waren betroffen, was breitere Bedenken hinsichtlich des DeFi-Risikos auslöste. Übertragungseffekte haben sich auf mehrere Plattformen ausgeweitet, wobei Aave zu den am stärksten betroffenen gehört.
Daten zeigen, dass der gesperrte Gesamtwert von Aave auf etwa 15,3 Milliarden Dollar gefallen ist. Vor dem Vorfall lag diese Zahl bei über 45 Milliarden Dollar. Starke Abhebungen und anhaltende Kreditnachfrage haben den Rückgang vorangetrieben. On-Chain-Aktivitäten deuten auf anhaltenden Druck in den wichtigsten Pools hin.

Bildquelle: TheBlock
Liao glaubt, dass höhere Zinssätze den Trend schnell umkehren könnten. Er argumentiert, dass ein Angebotszins von etwa 40 % bis 50 % in Stressphasen innerhalb von Stunden Kapital anziehen würde. Seiner Ansicht nach ist externe Liquidität der schnellste Weg, um die Bedingungen ohne direkten Eingriff zu stabilisieren.
Circles USDC-Strategie stößt auf Gegenwind angesichts steigender Liquidationsbedenken auf Aave
Nicht alle sind mit diesem Ansatz einverstanden. Das Feedback der Community konzentrierte sich auf Liquidation Risiken im Zusammenhang mit höheren Kreditkosten. Eine delegationsähnliche Analyse deutet darauf hin, dass die neue Zinskurve Schulden in Höhe von rund 70 Millionen Dollar innerhalb eines Monats näher an die Liquidation bringen könnte.
Ein großes Wallet soll Berichten zufolge den Großteil dieser Exposition ausmachen. Kritiker warnen, dass eine Zinserhöhung die Last auf Kreditnehmer verlagert, die bereits mit geringen Sicherheitsmargen operieren. Anstatt das Problem zu lösen, könnte es den Druck von Kreditgebern auf Kreditnehmer verlagern.
Ein weiteres Anliegen betrifft die Rolle von Circle in der Diskussion. Einige Community-Mitglieder fragen sich, warum der USDC-Emittent Governance-Änderungen befürwortet, anstatt direkt Liquidität bereitzustellen. Liao stellte klar, dass seine Kommentare seine persönliche Meinung widerspiegeln, nicht die offizielle Politik des Unternehmens.
Die Prüfung von Circle hat sich in diesem Monat bereits verschärft. Das Unternehmen sah sich Kritik ausgesetzt, nachdem es sich geweigert hatte, Gelder zu sperren, die mit einem separaten Exploit in Verbindung stehen. Diese Entscheidung lieferte Kontext für die aktuelle Debatte über seine Beteiligung an der Aave-Governance.
Unterdessen bewegt der KelpDAO-Angreifer weiterhin Gelder. Der On-Chain-Analyst EmberCN berichtete, dass fast 75.700 ETH in Bitcoin getauscht wurden. Die Transaktionen im Wert von etwa 175 Millionen Dollar erfolgten über etwa 36 Stunden.
Die meisten Swaps wurden über THORChain geleitet. Die Aktivität erzeugte ein Handelsvolumen von fast 800 Millionen Dollar und Gebühren von etwa 910.000 Dollar. Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass sich die Situation noch entwickelt.




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