Bitcoin-Rallye verstärkt sich, während die bärische Positionierung ein Jahrzehnt-Extrem erreicht.
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Bitcoin-Rallye verstärkt sich, während die bärische Positionierung ein Jahrzehnt-Extrem erreicht.

Von germanlbn

Bitcoins längste negative Finanzierungsphase seit Jahren könnte auf steigenden Aufwärtsdruck und das Risiko eines Short Squeeze hindeuten.

Bitcoin ist am Mittwoch wieder über 82.000 US-Dollar gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten erreicht. Die steigenden Kurse gehen mit einer ungewöhnlich defensiven Positionierung der Händler an den Derivatemärkten einher. Analysten von K33 Research sind der Ansicht, dass eine Diskrepanz Bedingungen für eine stärkere Aufwärtsbewegung schaffen könnte, wenn Leerverkäufer beginnen, Positionen schnell zu schließen.

K33: Extreme bärische Stimmung könnte die Bühne für eine Bitcoin-Rallye bereiten

Die vom Brokerhaus erfassten Finanzierungsdaten deuten auf eine der pessimistischsten Phasen der jüngeren Marktgeschichte hin. Trotz der stetigen Erholung von Bitcoin zahlen Händler weiterhin, um Short-Positionen in Perpetual Futures zu halten. Laut Vetle Lunde, Research-Leiter bei K33, spiegelt das aktuelle Szenario Bedingungen wider, die zuvor in der Nähe von wichtigen Markttiefstständen auftraten.

BTC/USD vs Perioden mit konstant negativen 30-Tage-Durchschnittsfinanzierungssätzen

Bildquelle: K33-Bericht

K33 verzeichnete 67 aufeinanderfolgende Tage mit negativen 30-Tage-Durchschnittsfinanzierungssätzen, was die längste derartige Serie des Jahrzehnts darstellt. Frühere Phasen mit anhaltend negativer Finanzierung, darunter der Zeitraum von März bis Mai 2020, wurden später von starken Bitcoin-Erholungen begleitet.

Lunde argumentierte, dass anhaltend negative Finanzierung oft übermäßige Vorsicht unter Derivatehändlern widerspiegelt. Da die Kurse weiter steigen, kann diese defensive Positionierung das Risiko eines Short Squeeze erhöhen, bei dem Händler, die gegen Bitcoin wetten, gezwungen sind, ihre Positionen schnell zu decken.

Mehrere Trends aus der Forschung von K33 stützen diese Ansicht:

  • Bitcoin-Käufe während negativer Finanzierungsperioden erzielten Gewinnquoten von 83 % bis 96 %.
  • Zufällige Bitcoin-Käufe zwischen 2018 und heute wiesen niedrigere Gewinnquoten von 55 % bis 70 % auf.
  • Durchschnittliche und mediane Renditen während negativer Finanzierungsumgebungen übertrafen zufällige Einstiege um bis zu das 6,27-Fache.
  • Maximale Drawdowns während dieser Perioden blieben über kurze und lange Haltedauern hinweg niedriger.

Die Forschung ergab auch, dass Anleger, die während negativer Finanzierungsphasen einstiegen, weniger Zeit mit Verlusten bei ihren Positionen verbrachten. Dieses Muster deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck historisch gesehen nachließ, sobald übermäßig bärische Positionierungen aus dem Markt verschwanden.

Negatives Finanzierungsregime begünstigte historisch gesehen Bitcoin-Bullen, wie K33-Daten zeigen

Die Marktstruktur bleibt eng mit der Derivateaktivität verbunden. Finanzierungssätze stellen regelmäßige Zahlungen zwischen Long- und Short-Händlern in Perpetual Futures-Kontrakten dar. Negative Finanzierung bedeutet, dass Leerverkäufer Long-Händler bezahlen, was normalerweise auf weit verbreitete bärische Stimmung hindeutet.

Die Erholung von Bitcoin über 82.000 US-Dollar hat daher ein ungewöhnliches Umfeld geschaffen. Spotkurse zeigen weiterhin nach oben, während Derivatehändler stark defensiv bleiben. Solche Diskrepanzen haben sich in der Vergangenheit eher durch stärkere Aufwärtsdynamik als durch scharfe Umkehrungen aufgelöst.

Bitcoin-Drawdown-Eigenschaften

Bildquelle: K33-Bericht

Lunde sagte, dass sich die aktuelle Umgebung von technischen, auf Mustern basierenden Prognosen unterscheidet, da Finanzierungssätze die tatsächliche Positionierung und Stimmung der Händler in Echtzeit widerspiegeln. Laut K33 haben frühere Perioden, die den aktuellen Bedingungen entsprachen, durchweg attraktive langfristige Bitcoin-Einstiegspunkte hervorgebracht.

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