Grayscale: Der nächste Bullenlauf von Bitcoin hängt von Makro ab, nicht nur von Marktzyklen.
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Grayscale: Der nächste Bullenlauf von Bitcoin hängt von Makro ab, nicht nur von Marktzyklen.

Von germanlbn

Grayscale sagt, dass die Erholung von Bitcoin möglicherweise mehr von makroökonomischen Bedingungen als von historischen Marktzyklen abhängt.

Der jüngste Rückgang von Bitcoin hat die Debatte darüber erneut entfacht, ob der Markt weiterhin seinem traditionellen Vierjahreszyklus folgt. Während frühere Bärenmärkte oft etwa ein Jahr nach einem Zyklushoch einen Tiefpunkt erreichten, hat die zunehmende institutionelle Beteiligung die Marktstruktur verändert. Grayscale glaubt, dass die Geschichte immer noch ein nützlicher Leitfaden ist, sagt jedoch, dass makroökonomische Bedingungen jetzt eine größere Rolle spielen könnten als vergangene Halbierungszyklen. Infolgedessen müssen Anleger möglicherweise sowohl historische Muster als auch breitere Finanztrends beobachten, bevor sie die nächste nachhaltige Erholung erwarten.

Grayscale: Bitcoin hat historisch gesehen ein Jahr nach seinem Höchststand seinen Tiefpunkt erreicht

Grayscale glaubt, dass der Bärenmarkt von Bitcoin bis September oder Oktober andauern könnte, wenn frühere Marktzyklen ein zuverlässiger Leitfaden bleiben. Laut dem Vermögensverwalter hat Bitcoin historisch gesehen etwa 12 Monate nach einem Zyklushoch seinen tiefsten Punkt erreicht. Bitcoin ist im Oktober 2025 auf über 124.000 US-Dollar gestiegen, bevor es in den aktuellen Abschwung eintrat. Dem Zeitpunkt früherer Zyklen folgend, würde ein vergleichbarer Tiefpunkt voraussichtlich etwa im September oder Oktober 2026 eintreten.

BTC wird derzeit bei etwa 65.500 US-Dollar gehandelt, wobei der Vermögenswert fast 48 % unter seinem Allzeithoch liegt. Obwohl sich die Kurse nach einem Fall unter 60.000 US-Dollar Ende Juni erholten, sind wiederholte Versuche, den Bereich über 60.000 US-Dollar zurückzuerobern, gescheitert. Grayscale betonte, dass sein Zeitplan auf historischem Verhalten und nicht auf einer Kursprognose basiert. Marktteilnehmer stehen nun vor einer grundsätzlicheren Frage: ob Bitcoin immer noch seinem bekannten Halbierungszyklus folgt oder stärker auf makroökonomische Bedingungen reagiert.

Frühere Bärenmärkte folgten einem ähnlichen Muster. Bitcoin erreichte Ende 2013 seinen Höhepunkt, bevor es im Januar 2015 einen Tiefpunkt erreichte. Ein weiterer Zyklus erreichte im Dezember 2017 seinen Höhepunkt und erreichte im darauffolgenden Jahr seinen Tiefpunkt. Die Kurse erreichten auch im November 2021 einen Rekord, bevor sie im November 2022 Unterstützung fanden.

ETF-Nachfrage verändert das Spielbuch des Bitcoin-Bärenmarktes

Wenn man dieses Muster auf den Höhepunkt vom Oktober 2025 anwendet, deutet dies darauf hin, dass der aktuelle Rückgang noch mehrere Monate andauern könnte. Zusätzliche Marktdaten deuten ebenfalls auf Vorsicht hin. Frühere Untersuchungen von Galaxy Digital ergaben, dass bis Juni nur vier von 13 historischen Tiefpunktsignalen aufgetreten waren. Bitcoin blieb über der aggregierten Kostenbasis des Netzwerks, während sich Zeichen einer weit verbreiteten Kapitulation noch nicht gezeigt hatten.

Galaxy schätzte, dass ein historisch vergleichbarer, wenn auch milder, zyklischer Tiefpunkt zwischen 40.000 und 46.000 US-Dollar liegen könnte. Grayscale hat in seiner aktuellen Bewertung kein spezifisches Abwärtsziel genannt.

Gleichzeitig könnte die zunehmende institutionelle Beteiligung die Zuverlässigkeit bisheriger Zyklusmodelle untergraben. Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds, Unternehmensschatzkammerkäufe und regulierte Anlageprodukte haben eine Nachfrage eingeführt, die frühere Bärenmärkte nie erlebt haben.

Bitcoin-Erholung nun an Liquidität und ETF-Nachfrage gebunden, sagt Grayscale

Bitcoin ist auch empfindlicher gegenüber makroökonomischen Entwicklungen geworden. Zinserwartungen, globale Liquidität, Dollarstärke und die Performance von Technologieaktien beeinflussen nun neben den Fundamentaldaten digitaler Vermögenswerte die Kursbewegungen. Grayscale hat bereits früher argumentiert, dass eine zunehmende institutionelle Akzeptanz den traditionellen Vierjahreszyklus letztendlich schwächen könnte. Sein neuester Bericht hält an dieser Möglichkeit fest, stellt jedoch fest, dass die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin immer noch den frühen Phasen früherer Abschwünge ähnelt.

Eine stärkere Erholung würde wahrscheinlich verbessernde ETF-Zuflüsse, bessere Liquiditätsbedingungen und eine klare Bewegung über die Widerstandszone von 68.000 bis 70.000 US-Dollar erfordern. Ein Verlust der Unterstützung bei etwa 60.000 US-Dollar könnte die Erwartungen an einen späteren, möglicherweise tieferen Marktboden verstärken. Grayscale betrachtet September und Oktober derzeit als einen Zeitraum mit höherem Risiko und nicht als festen Termin. Eine schnellere institutionelle Nachfrage könnte den Abschwung verkürzen, aber Anleger, die sich auf historische Zyklen verlassen, sollten auf eine Schwäche vorbereitet bleiben, die sich bis ins vierte Quartal erstreckt.

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