Cambridge stellt fest, dass der Bitcoin-Mining dank der Wasserkraft immer sauberer wird, während die KI-Diversifizierung noch in den Kinderschuhen steckt.
Der Bitcoin-Mining verbraucht mehr Strom als je zuvor, doch sein CO2-Fußabdruck wächst langsamer. Neue Forschungsergebnisse des Cambridge Centre for Alternative Finance deuten darauf hin, dass ein größerer Anteil des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammt, allen voran Wasserkraft. Dennoch führt die zunehmende Netzwerkaktivität weiterhin zu einem Anstieg der Gesamtemissionen. Erste Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass viele Bergbauunternehmen künstliche Intelligenz in Betracht ziehen, obwohl nur wenige den Schritt gewagt haben.
Untersuchungen von Cambridge zeigen, dass das Bitcoin-Mining schneller wächst als sein CO2-Fußabdruck
Laut vorläufigen Untersuchungen von Cambridge erreichte der jährliche Stromverbrauch von Bitcoin bis Dezember 2025 etwa 190 Terawattstunden. Das stellt einen starken Anstieg gegenüber 138 Terawattstunden im Juni 2024 dar. Alexander Neumüller teilte die Zahlen während des ersten Energy Investors Forums in Dallas vor der Veröffentlichung des zweiten in Cambridge mitBranchenbericht zum digitalen Bergbau.
Die CO2-Emissionen stiegen langsamer als der Strombedarf. Die geschätzten Emissionen stiegen im gleichen Zeitraum von rund 40 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent auf 48 Millionen Tonnen. Der Anstieg der Emissionen erreichte rund 20 %, während der Stromverbrauch um rund 38 % stieg.
Ein Großteil dieser Lücke ist auf Änderungen im Strommix des Bitcoin-Minings zurückzuführen. Auf kohlenstoffarme Energie entfielen 59,4 % des gesamten Stromverbrauchs, verglichen mit 52,4 % zuvor. Wasserkraft wurde zur größten Einzelenergiequelle und überholte Erdgas.
Wasserkraft führt den Energiemix von Bitcoin Mining an, da nachhaltige Energie 59,4 % erreicht
Die Forschung zeichnet ein ausgewogeneres Bild der Umweltauswirkungen von Bitcoin. Der steigende Strombedarf gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Doch jede Stromeinheit hat jetzt eine geringere Kohlenstoffintensität als zuvor, was das Tempo des Emissionswachstums verringert.
Cambridge stützte seine Ergebnisse hauptsächlich auf Umfrageantworten von Bergbauunternehmen, die etwas mehr als die Hälfte der weltweiten Bitcoin-Hashrate ausmachen. Neumüller stellte fest, dass sich die Beteiligung im Vergleich zum vorherigen Bericht verbessert habe. Dennoch können Umfragedaten Unternehmen und Regionen begünstigen, die eher bereit sind, betriebliche Details weiterzugeben.
Cambridgesfrüherer BerichtDer geschätzte jährliche Stromverbrauch liegt bei 138 Terawattstunden und die Emissionen bei 39,8 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent. Nachhaltige Quellen, darunter erneuerbare Energien und Kernenergie, lieferten in dieser Studie 52,4 % des Stroms.
Mehrere Faktoren prägten die neuesten Erkenntnisse:
- Der Strombedarf stieg auf etwa 190 Terawattstunden, da weitere Bergbaumaschinen an das Netzwerk angeschlossen wurden.
- CO2-arme Energie stieg auf 59,4 % des gemeldeten Strommixes.
- Wasserkraft ersetzte Erdgas als größte Energiequelle des Bitcoin-Minings.
- Äthiopien erlangte als Bergbaustandort weitere AufmerksamkeitWasserkrafterzeugung.
Die wachsende Aktivität im gesamten Bitcoin-Netzwerk scheint die Effizienzgewinne bei der Mining-Hardware übertroffen zu haben. Moderne Maschinen führen mehr Berechnungen mit weniger Strom durch. Dennoch trieb der zunehmende Wettbewerb unter den Bergleuten den Gesamtstromverbrauch in die Höhe.
Auch die Geografie spielte bei der Veränderung des gemeldeten Energiemix eine Rolle. Eine breitere Umfrage umfasste mehr Bergbaubetriebe in wasserreichen Ländern wie Äthiopien. Die neue Stromkapazität des Grand-Ethiopian-Renaissance-Staudamms hat dazu beigetragen, Bergbauunternehmen anzulocken, die kostengünstigeren Strom suchen. Eine veränderte Umfragebeteiligung kann Schätzungen der globalen Energiequellen von Bitcoin beeinflussen.
Cambridge: Fast 90 % der Bergleute erwarten eine branchenweite Verbreitung von KI und HPC
Cambridge untersuchte auch, ob Bergleute auf künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen umsteigen. Nur etwa jedes zehnte befragte Unternehmen hatte bereits einen Teil seiner Energiekapazität für KI oder beschleunigte Rechendienste bereitgestellt. Das Interesse scheint jedoch viel größer zu sein als die derzeitige Akzeptanz.
Mehr als 40 % der Bergleute, die noch nicht in den Sektor eingestiegen sind, gaben an, dass sie aktiv über KI oder Hochleistungsrechnen nachdenken. Rund 10 % gaben an, dass sie keine Pläne hätten, eines der beiden Geschäfte fortzusetzen. Neumüller warnte, dass Interesse allein nicht als feste Verpflichtung angesehen werden dürfe.
Viele Investoren schätzen Bergbauunternehmen mittlerweile nicht nur wegen ihrer Bitcoin-Produktion, sondern auch wegen ihres Zugangs zu Land und Strom. Mehrere börsennotierte Bergleute haben AI-Hosting-Angebote oder Umstellungspläne angekündigt. Die Umfrage von Cambridge legt nahe, dass diese Projekte in der gesamten Branche weiterhin begrenzt sind.
Bergbauunternehmen nannten eine stärkere Finanzstabilität und breitere Einnahmemöglichkeiten als Hauptgründe für die Überlegung einer Diversifizierung. Die hohen Kapitalkosten blieben das größte Hindernis. Viele Betreiber zogen es auch vor, sich weiterhin primär auf das Bitcoin-Mining zu konzentrieren.
Eine Bitcoin-Mining-Site in eine verwandelnKIEin Rechenzentrum erfordert große Investitionen. KI-Einrichtungen benötigen fortschrittliche Kühlsysteme, eine stärkere Vernetzung, eine zuverlässige Infrastruktur und höhere technische Standards. Geeignete Grundstücke und Strom allein reichen oft nicht aus.
Trotz dieser Herausforderungen gehen fast neun von zehn Umfrageteilnehmern davon aus, dass KI und Hochleistungsrechnen in den kommenden Jahren im Bergbausektor immer häufiger eingesetzt werden. Viele sehen auch Chancen in der Stromerzeugung und bei Netzdienstleistungen, was den wachsenden Wert eines zuverlässigen Stromzugangs widerspiegelt.
Quelle: Live Bitcoin News





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