Spanien zieht eine harte Linie: Nicht lizenzierte Krypto-Firmen müssen die EU verlassen.
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Spanien zieht eine harte Linie: Nicht lizenzierte Krypto-Firmen müssen die EU verlassen.

Von germanlbn

Spaniens CNMV sagt, es gibt keine Verlängerungen der MiCA-Frist. Nicht lizenzierte Krypto-Firmen, einschließlich Binance, müssen die EU bis Ende Juni verlassen.

Die spanische Finanzmarktregulierungsbehörde hat eine klare Grenze für die MiCA-Konformität gezogen.

Die Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV) wird keine Fristverlängerungen für Krypto-Firmen gewähren, die keine Lizenzen im Rahmen der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) erhalten haben.

CNMV-Präsident Carlos San Basilio machte diese Position am Freitag bei einer Veranstaltung in Santander deutlich. Krypto-Unternehmen hatten bis Ende Juni Zeit, sich eine Lizenz zu besorgen oder ihre EU-Aktivitäten einzustellen. Es gibt keine Ausnahmen.

Weiterführende Lektüre:

https://www.livebitcoinnews.com/france-issues-final-mica-warning-to-crypto-firms-ahead-of-july-2026-deadline/

Spaniens CNMV bleibt bei der MiCA-Lizenzierungsfrist hart

San Basilio sprach das Thema direkt an, als er nach großen Plattformen, einschließlich Binance, gefragt wurde, die noch keine MiCA-Zulassung haben.

Reuters berichtete über seine Worte: keine Ausnahmen, keine Verlängerungen. Der CNMV-Vorsitzende bestätigte, dass die Behörde in aktivem Kontakt mit nicht lizenzierten Firmen steht.

Die Priorität, so sagte er, sei ein geordneter Rückzug, der die Vermögenswerte der Kunden und die Rechte der Anleger schützt. Die Regulierungsbehörde verfolgt, wie diese Firmen Kundengelder während des Übergangs an andere Anbieter übertragen.

San Basilio räumte ein, dass die Herausforderung für Plattformen, die in mehreren EU-Märkten mit Millionen von Nutzern tätig sind, größer ist. Diese Realität ändert jedoch nichts an der regulatorischen Position. Die Frist gilt unabhängig von Unternehmensgröße oder Nutzerbasis.

Binances EU-Vorstoß stößt auf eine Mauer

Binance gehört zu den Plattformen, die im Kreuzfeuer stehen.

Zuvor hatte die Börse gelobt, ihre EU-Präsenz aufrechtzuerhalten, und signalisierte neue Bemühungen, eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Dieser Vorstoß erfolgte, nachdem ihr Versuch, über Griechenland eine Lizenz zu erhalten, gescheitert war. Der gescheiterte Griechenland-Weg bedroht nun den Zugang für Millionen von Binance-Nutzern in ganz Europa.

Reuters berichtete, dass die CNMV die Situation von Binance aufgrund seiner Größe besonders genau beobachtet.

San Basilio bestätigte, dass die Regulierungsbehörden genau beobachten, wie die Plattform den Prozess der Übertragung von Kundengeldern handhabt. Der Schutz der Anleger in dieser Zeit ist das Hauptanliegen der CNMV.

Was passiert mit Anlegern auf nicht lizenzierten Plattformen

Anleger, die weiterhin Plattformen ohne MiCA-Zulassung nutzen, sehen sich realen Konsequenzen gegenüber.

San Basilio bestätigte, dass sie auf nicht autorisierten Plattformen keine neuen Transaktionen durchführen können. Noch wichtiger: Sie erhalten in diesem Fall keinen MiCA-Schutz. Das regulatorische Sicherheitsnetz gilt nur dort, wo eine Lizenzierung erfolgt ist.

Die Durchsetzung der MiCA-Regeln obliegt derzeit den einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

Es gibt jedoch aktive Vorschläge, der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) in Zukunft umfassendere Durchsetzungsbefugnisse zu geben. Für Spanien arbeitet die CNMV unter der derzeitigen Befugnis weiter, und die Juni-Frist bleibt nicht verhandelbar.

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