Neues PARITY-Gesetz könnte Stablecoin-Zahlungen steuerfrei machen
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Neues PARITY-Gesetz könnte Stablecoin-Zahlungen steuerfrei machen

Von germanlbn

US-Gesetzgeber drängen auf einen Gesetzentwurf, um regulierte Stablecoin-Transaktionen steuerfrei zu machen. Das bedeutet der PARITY Act für Krypto-Zahlungen.

US-Gesetzgeber werfen einen neuen Blick darauf, wie Stablecoins besteuert werden.

Die Abgeordneten Steven Horsford (D-Nev.) und Max Miller (R-Ohio) veröffentlichten einen aktualisierten Diskussionsentwurf des Digital Asset PARITY Act.

Der Gesetzentwurf könnte die meisten regulierten Zahlungs-Stablecoin-Transaktionen von Kapitalertragssteuern befreien. Er zielt darauf ab, konforme Stablecoins eher wie alltägliches Bargeld zu behandeln. Der Schritt hat starke Reaktionen in der Krypto-Community ausgelöst.

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Was der Digital Asset PARITY Act tatsächlich vorschlägt

Der Gesetzentwurf besagt, dass beim Verkauf eines regulierten Zahlungs-Stablecoins kein Gewinn oder Verlust gilt, vorausgesetzt, die Anschaffungskosten des Steuerpflichtigen bleiben über 99 % des Rücknahmewerts.

Einfach ausgedrückt: Liegt der Wert des Stablecoins nahe bei 1 US-Dollar, löst die Transaktion kein steuerpflichtiges Ereignis aus. Dies beseitigt einen langjährigen Reibungspunkt. Nach den aktuellen IRS-Regeln wird die Ausgabe von USDC oder USDT genauso behandelt wie der Verkauf von Aktien.

Der aktualisierte Entwurf lässt auch die bisherige Bagatellgrenze von 200 US-Dollar aus früheren Versionen fallen. Für bestimmte Umtausch- oder Rücknahmeszenarien gilt nun ein pauschaler Anschaffungskostenwert von 1 US-Dollar.

Diese Änderung verringert den Verwaltungsaufwand für Alltagsnutzer weiter. Die Nachverfolgung geringer Preisschwankungen wäre für qualifizierte Stablecoins nicht mehr erforderlich.

Der PARITY Act tauchte erstmals im Dezember 2025 als Diskussionsentwurf auf.

Die Abgeordneten Horsford und Miller starteten die überarbeitete Version im März 2026 neu. Die parteiübergreifende Initiative spiegelt monatelange Arbeit wider, um die Steuervorschriften für digitale Vermögenswerte an die bereits für Aktien und Rohstoffe geltenden Regeln anzupassen.

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GENIUS Act-Konformität und Stablecoin-Qualifikation

Nicht jeder Stablecoin qualifiziert sich unter diesem Gesetzentwurf.

Um die Steuererleichterung zu erhalten, muss ein Stablecoin die im GENIUS Act festgelegte Definition erfüllen. Er muss an den US-Dollar gekoppelt, von einer zugelassenen Stelle ausgegeben werden und konstant innerhalb von 1 % um 1 US-Dollar gehandelt werden. Diese Kriterien beschränken das Feld auf regulierte, konforme Emittenten.

Der Gesetzentwurf erstreckt keine dieser Erleichterungen auf volatile Vermögenswerte. Bitcoin, Ethereum und ähnliche Kryptowährungen bleiben außerhalb des Anwendungsbereichs dieser Ausnahmen.

Diese Unterscheidung hat Kritik aus einigen Teilen des Krypto-Raums hervorgerufen. Mehrere Bitcoin-Befürworter argumentieren, dass der Gesetzentwurf Stablecoins gegenüber anderen digitalen Vermögenswerten unfair begünstigt.

Staking-Belohnungen finden ebenfalls Beachtung im aktualisierten Entwurf. Steuerpflichtige können wählen, die Steuer auf Staking-Einkünfte bei Erhalt zu zahlen oder sie für bis zu fünf Jahre aufzuschieben.

Darüber hinaus zielt der Gesetzentwurf auf eine gängige Steuerschlupflücke ab. Er beendet die Praxis, Krypto mit Verlust für Steuerabzüge zu verkaufen und sie sofort zurückzukaufen.

Krypto-Marktreaktion und was als Nächstes kommt

Der Stablecoin-Sektor hält derzeit eine Marktkapitalisierung von 318 Milliarden US-Dollar. Viele in der Krypto-Branche sehen den PARITY Act als starkes Signal für regulatorische Fortschritte.

Reaktionen in den sozialen Medien spiegeln weit verbreitete Begeisterung wider, wobei mehrere Accounts den Gesetzentwurf als großen Erfolg für Stablecoin-Zahlungen bezeichnen. Beiträge auf X beschreiben den Vorschlag als hausseorientiert für das breitere Krypto-Ökosystem.

Dennoch bleibt der Gesetzentwurf ein Diskussionsentwurf. Der Kongress hat noch nicht darüber abgestimmt, und Details könnten sich im weiteren Gesetzgebungsprozess ändern.

Beobachter stellen fest, dass die Streichung der Bagatellgrenze eine bemerkenswerte Änderung gegenüber der Dezember-Version ist. Frühere Entwürfe erlaubten, dass kleine Transaktionen unter 200 US-Dollar von der Meldung befreit waren.

Die Initiatoren des Gesetzentwurfs stellen ihn als praktische Lösung für den routinemäßigen Verbrauchergebrauch dar. Ihr Ziel ist es, konforme Stablecoins im täglichen Handel wie Bargeld fungieren zu lassen.

Ob der Kongress die Gesetzgebung vorantreibt, bleibt abzuwarten. Vorerst verfolgt die Krypto-Branche die Diskussion im Kapitol aufmerksam.

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