Bitcoins 22% Rückgang signalisiert noch keine vollständige Kapitulation, sagt ein Analyst.
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Bitcoins 22% Rückgang signalisiert noch keine vollständige Kapitulation, sagt ein Analyst.

Von germanlbn
  • Bitcoin liegt 22 % unter den Mai-Hochs, mit 12 Milliarden Dollar Kapitalabflüssen an 25 aufeinanderfolgenden Verlusttagen.
  • Der MVRV-Z-Score liegt bei 0,32 gegenüber einem Durchschnitt von 1,71, während der aSOPR seit 13 aufeinanderfolgenden Tagen unter 1,0 liegt.
  • Ein Rückgang des Puell-Multiple unter 0,50 und ein Bruch von BTC unter 55.000 $ könnten laut historischen Mustern erzwungene Miner-Verkäufe auslösen.

Bitcoins 22% Rückgang von den Mai-Hochs hat an 25 aufeinanderfolgenden Verlusttagen 12 Milliarden Dollar an Netzwerkkapital vernichtet. Dennoch ist der On-Chain-Analyst Axel Adler Jr. der Ansicht, dass der Markt noch keine vollständige Kapitulation erreicht hat. 

Fünf unabhängige Metriken aus den Bereichen Derivate, realisierte Kapitalisierung, SOPR, Miner-Daten und Börsenströme laufen alle auf dieselbe Schlussfolgerung hinaus. 

Der Stress ist messbar, aber die Extreme, die historisch echte Tiefststände definieren, bleiben aus.

On-Chain-Daten zeigen Schmerz ohne den finalen Ausverkauf

Der MVRV-Z-Score ist auf 0,32 zurückgegangen, weit unter seinem historischen Durchschnitt von 1,71. Die Überhitzungsprämie, die frühere Preishochs kennzeichnete, ist vollständig verschwunden. Diese Abkühlung allein liest sich wie die Vorbereitung auf einen Tiefststand.

Die adjustierte Spent Output Profit Ratio (aSOPR) liegt seit 13 aufeinanderfolgenden Tagen unter 1,0 und beträgt derzeit 0,987. 

Münzen wechseln konsequent mit Verlust den Besitzer, was bestätigt, dass Verkäufer nicht mit Gewinn aussteigen. Dies sind keine strategischen Ausstiege, sondern sie spiegeln erzwungene Verkaufsaktivitäten wider.

Trotz dieser Stresswerte zieht Adler eine klare Grenze zwischen Druck und Kapitulation. „Der Stress ist da, aber das Extreme ist es noch nicht“, bemerkte er in seinem wöchentlichen Thread. Historische Tiefststände haben mehr als anhaltende Verluste erfordert, sie haben eine Spitzenverkaufsintensität erfordert.

Börsenflussdaten untermauern diese Einschätzung. Die Netto-BTC-Zuflüsse an die Börsen haben +91.000 BTC erreicht, während die Stablecoin-Abflüsse insgesamt 119 Millionen Dollar betragen. Das steigende Münzangebot an den Börsen bei gleichzeitig schrumpfender Stablecoin-Nachfrage deutet auf ein Nachfragevakuum hin, das noch nicht gefüllt wurde.

Miner-Stress und derivative Struktur erschweren die Erholung

Die Erholung von 60.000 $ trägt einen spezifischen technischen Fingerabdruck. Das Open Interest sinkt, während der Preis steigt, was auf Short-Eindeckungen und nicht auf neue Nachfrage als Treiber hindeutet. 

Adler sprach dies direkt an: „Es gibt keine neue gehebelte Nachfrage. Hier wird Positionen glattgestellt, keine Trendwende.“

Miner-Metriken haben sich in eine Stresszone verschoben, die Aufmerksamkeit erfordert. Das Price-to-Miner-Revenue-Verhältnis ist von 160 auf 80 eingebrochen, während Bitcoin zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 64.129 $ gehandelt wurde, 21 % unter dem Difficulty Bottom. 

Der 30-Tage-Durchschnitt des Puell-Multiple liegt nun bei 0,73 und nähert sich der Schwelle, die erzwungene Verkäufe auslöst.

Wenn der Puell-Multiple unter 0,50 fällt und Bitcoin unter 55.000 $ bricht, wird eine Miner-Kapitulation wahrscheinlich. 

Adler verwies sowohl auf 2018 als auch auf 2022 als Zyklen, in denen diese spezifische Kombination echten Markttiefs und Erholungen vorausging.

Der Druck baut sich nun gleichzeitig über Derivate, On-Chain-Flüsse, Miner-Ökonomie und Börsenverhalten auf. 

Was als lokaler Rückgang begann, hat die Struktur einer breiteren Korrektur angenommen. Ob sich dies auf dem aktuellen Niveau auflöst oder sich auf diese historischen Auslösepunkte ausdehnt, bleibt die entscheidende Frage für den Markt.

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