Custodia bringt den Kampf um Krypto-Banking vor den Obersten Gerichtshof im Showdown mit der Fed.
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Custodia bringt den Kampf um Krypto-Banking vor den Obersten Gerichtshof im Showdown mit der Fed.

Von germanlbn

Custodia bittet den Obersten Gerichtshof um Überprüfung der Ablehnung des Fed-Masterkontos, nachdem untere Gerichte das Ermessen der Fed gestützt hatten.

Die Custodia Bank hat den Obersten Gerichtshof der USA gebeten, ihren Streit um ein Masterkonto bei der Federal Reserve zu überprüfen. Die in Wyoming ansässige Kryptobank reichte einen Revisionsantrag ein, nachdem sie vor zwei unteren Gerichten verloren hatte.

Der Fall dreht sich um die Frage, ob regionale Federal-Reserve-Banken berechtigten staatlich zugelassenen Banken den Zugang verweigern können. Dieser Zugang ermöglicht es Banken, Zahlungen direkt über das Federal-Reserve-System abzuwickeln.

Custodia ficht die Ablehnung ihres Masterkonto-Antrags durch die Kansas City Fed aus dem Jahr 2023 an. Die Fed begründete dies mit Bedenken hinsichtlich des kryptofokussierten Geschäftsmodells von Custodia.

Die Klage rückt den Zugang zu Kryptobanken erneut in den Fokus nationaler Rechts- und Politikbeobachter. Eine Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof würde entscheiden, ob die Richter den Streitfall annehmen.

Custodia ficht die Verweigerung des Zugangs zur Federal Reserve an

Custodia argumentiert, dass die Position der Fed das Gleichgewicht zwischen staatlicher und bundesstaatlicher Bankenaufsicht verschiebt. Die Bank sagt, dass berechtigte staatlich zugelassene Banken keinen weitreichenden Ablehnungsbefugnissen ausgesetzt sein sollten. Ihr Antrag bittet den Obersten Gerichtshof, diese Rechtsfrage zu prüfen.

Ein Masterkonto gibt Banken direkten Zugang zu den Zahlungsschienen der Zentralbank. Ohne ein solches sind Banken oft auf Partnerbanken zur Abwicklung angewiesen. Für kryptofokussierte Banken kann dieser Unterschied Dienstleistungen und Betriebspläne beeinflussen.

Custodia hat für die Einreichung beim Obersten Gerichtshof Rechtsberater engagiert, darunter Davis Polk. Der Antrag besagt, dass der Fall andere Banken mit neuen Geschäftsmodellen betreffen könnte. Er wirft auch Fragen zu den Präsidenten der Federal-Reserve-Banken und deren Befugnissen auf.

Untere Gerichte stellten sich auf die Seite der Fed

Die Klage von Custodia folgt auf frühere Entscheidungen gegen die Bank vor Bundesgerichten. Ein Bezirksgericht in Wyoming unterstützte die Auffassung der Fed zu ihrer Befugnis. Ein geteiltes Gremium des Tenth Circuit traf später eine ähnliche Entscheidung.

Die unteren Gerichte prüften im Masterkonto-Streit das Monetary Control Act. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Federal Reserve über ein weites Ermessen beim Kontozugang verfügt. Custodia argumentiert, dass diese Auslegung den regionalen Fed-Banken zu viel Macht verleiht.

Die Kansas City Fed lehnte Custodias Antrag im Jahr 2023 ab. Ihre Entscheidung begründete sie mit Risiken im Zusammenhang mit dem kryptozentrierten Modell der Bank. Custodia sagt, dass ihre Wyoming-Zulassung die Berechtigung für den Zugang zu Konten unterstützen sollte.

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Kryptobank-Fall rückt in den nationalen Fokus

Kryptofirmen, Banken und staatliche Aufsichtsbehörden beobachten den Fall. Er könnte prägen, wie neue Finanzunternehmen Zugang zu den Zahlungssystemen der Federal Reserve erhalten. Er fällt auch in eine breitere Debatte über Kryptobank-Regeln.

Custodia sagt, der Streit könnte Banken betreffen, die innovative Geschäftsmodelle nutzen. Der Antrag wirft auch verfassungsrechtliche Fragen zur Autorität innerhalb des Federal-Reserve-Systems auf. Diese Argumente heben den Fall über den Antrag einer einzelnen Bank hinaus.

Custodia-CEO Caitlin Long war laut Bericht zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Oberste Gerichtshof hat noch nicht entschieden, ob er den Fall annehmen wird. Bis dahin bleiben die Erfolge der Fed vor den unteren Gerichten bestehen.

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